Beim Turnier am letzten Sonntag in Düsseldorf war die Überraschung zum Greifen nah. Kurz vor Spielschluss hatte Ralfi den Sieg quasi auf dem Schuh. Wäre sein Strafkick drüber gegangen, hätten wir Düsseldorf auf eigenem Platz geschlagen und wären mit 6 Punkten Vorsprung auch weiterhin Tabellenführer der Verbandsliga Süd. Leider fehlte der entscheidende Meter, so dass wir jetzt punktgleich mit den Düsseldorfernin der Tabelle stehen.
Aber auch so hat der Spieltag wieder einen Riesenspaß gemacht! Ich staune immer noch darüber, wie gut unsere Truppe funktioniert. Auch wenn der Gegner manchmal das „schönere“ Rugby spielt, wie der Präsi so nett sagt.
21 Leute haben bisher gespielt und noch nicht einmal stand die vermeintlich „beste 15“ auf dem Platz. Falls es die überhaupt gibt. Denn letztlich gewinnt oder verliert doch immer das gesamte Team. Teamgeist und Zusammenhalt sind es, die Brühl im Moment so stark machen. Ein Gefühl dass wir in der Spielgemeinschaft über Jahre vermisst haben.
Und weil das hier mein eigener BLOG ist, muss ich natürlich noch erwähnen, dass ich am Sonntag den ersten Ligaversuch meiner bisherigen Rugby-Karriere gelegt habe. Es ging ganz einfach und hat gar nicht wehgetan:
Strafkick für Brühl kurz vor dem gegnerischen Malfeld, schnell ausgeführt. Der Präsi tankt sich rein, Björn und ich hinterher, schieben ein Stück, ich kriege den Ball, rolle rechts ab und liege im Kölner Malfeld.
Das Älter werden hat eben auch seine Vorteile. Zumindest dann, wenn man sich Mangels Kondition auf die wesentlichen Aspekte des Spiels konzentrieren muss. Oder wie Dick Frase es aus Duisburg es beim Duschen auf den Punkt brachte: „Je älter du wirst, desto mehr Spielzüge musst du vorausahnen. Entweder du stehst dann goldrichtig oder eben wie der letzte Depp da.“
Mal sehen wie das nächsten Samstag bei den Bonner Old Boys klappt. Schließlich haben einige der Teilnehmer dieses Spielprinzip bereits über Jahrzehnte perfektioniert.