Auch das letzte rheinländische Golden Oldies Turnier des Jahres blieb nicht vom Regen verschont. Dennoch hatten sich mehr als 50 Alte Herren zum 3. René Pierry Gedächtnisturnier der Bonner Old Boys eingefunden. Nachdem es den ganzen Vormittag geregnet hatte, belohnte der Wettergott sie dafür auch mit ein paar Stunden Trockenheit.
Von Brühler Seite waren Volker Hessenbruch, Franz Janoschka, Dieter „Jumbo“ Heydkamp, Dieter Horchem, Peter Burbach, Heinz-Theo Fischer, meine Wenigkeit und Dieter Klann an der Seitenlinie dabei. Theo und Dieter Horchem spielten ihr erstes Turnier seit Gründung der „Old Bones Brühl“ und hatten sichtlich Spaß bei der Sache.
Während Volker und Franz traditionell mit den Bonnern zusammen spielten, streiften wir anderen Old Bones die Aachener Trikots über, um Heinz Schreiber und die Euregio Oldies zu unterstützen. Als drittes Team waren die Ahl Säck aus Köln dabei. Um ausreichend Auswechselspieler zur Verfügung zu haben, einigten sich alle Teams darauf mit 12 gegen 12 anzutreten.
Dadurch vergrößerte sich aber auch das Feld, nicht gerade zum Vorteil unseres Teams. Mit insgesamt 15 Stürmern und Uwe Carstensen als Schluss waren wir etwas langsamer auf den Beinen und schufen so in der Reihe ausreichend Raum für Angriffe unserer Gegner. Weshalb mir wiederum auf der ungewohnten Position als Außen während des gesamten Turniers nicht langweilig wurde.
Im zweiten Spiel gegen die Bonner Old Boys ereilte mich dann leider das wohl unvermeintliche Schicksal des (zu) jungen Golden Oldies. Bei einem „Ich dachte, bei dir kann ich das noch machen“-Tackle (nichts für ungut, Jens. Hätte ich genauso gemacht) landete ich unglücklich auf der rechten Hand und schlug mit dem Daumen um. Zunächst dachte ich, es sei nichts weiter passiert, doch in der zweiten Halbzeit entschied ich mich nach dem ersten gefangenen Pass spontan zur Selbstauswechslung, was Petrus prompt mit wieder einsetzendem Starkregen quittierte.
Franz Janoschkas Erstdiagnose nach Spielende bewahrheitete sich Gott sei Dank: Wirklich kaputt ist nichts, aber dick, grün und blau reicht für den Anfang auch schon. Zumal sich mein Einsatz im Lokalderby gegen Hürth dadurch vermutlich auch erledigt hat.
Geduscht und sauber widmeten wir uns der dritten Halbzeit, in der auch eine Gedenkminu

Gruppenfoto beim Bonner Old Boys Turnier 2009 in Bonn (Quelle: www.rcbrs.de)
te für René Pierry nicht fehlen durfte. Der ein oder andere machte es sich sogar im Bonner Clubheim gemütlich, um lautstark die Deutsche Fußballnationalmanschaft bei ihrem Entscheidungsspiel gegen Russland azufeuern.
Bei ein paar Bierchen nutze ich die Gelegenheit, um die ersten Aufnäh-Knochen los zu schlagen. 20 Stück sind bereits weg. Bis ich den Einkaufspreis wieder drin habe, werden wohl noch ein paar Jahre und Golden Oldies Turniere ins Land gehen. Gelohnt hat sich diese Investition aber schon jetzt. Die Teile sehen verdammt cool aus auf dem Trikot. Ich bin gespannt, wer aus unserer Runde als Erster einen goldenen Knochen sein Eigen nennen kann.
Für dieses Jahr ist jedenfalls Schluss mit Knochen sammeln. Die Golden Oldies Saison in Nordrhein Westfalen startet erst wieder Ende März bei den Euregio Oldies und Anfang April mit dem Turnier des RC Hilversum. Bis dahin haben schon die nächsten Brühler „Coming Bones“ die magische Altersgrenze erreicht und sind hoffentlich bereit, die Grenze zum wahrhaftigen Knochen zu überschreiten.