Die Saison 1 nach der Auflösung der Spielgemeinschaft neigt sich dem Ende zu. Brühl hat alle selbst gesteckten sportlichen Ziele weit übertroffen. Alle Spiele antreten wollten wir. Egal wie. Und am Ende vielleicht noch in der Tabelle vor dem RC Hürth stehen.
Wir haben alle Spiele gespielt, wir haben fast alle gewonnen, und wir haben am letzten Spieltag in einer hart umkämpften Zitterpartie gegen Hürth die Spitze der Verbandsliga-Süd errungen. Wenn wir es am 20. Juni noch schaffen, Grashof Essen im Verbandsligafinale zu bezwingen, haben wir wirklich alles erreicht. Mehr geht nicht!
In die Regionalliga aufsteigen werden wir trotzdem nicht. In der Mannschaftssitzung am 1. Juni herrschte darüber große Einigkeit. Ein Jahr ist bei aller sportlichen Qualität zu wenig, um die notwendigen Vereinsstrukturen für die Regionalliga zu entwickeln. Und vor allem neben dem Platz hapert es noch an vielen Stellen.
Deshalb stellt sich für mich auch die schlichte aber entscheidende Frage: Und was jetzt?
Momentan scheint sich angesichts des unerwarteten Erfolges ein wenig Ratlosigkeit einzuschleichen, wie es in der Sommerpause weitergehen soll. Ratlosigkeit kann schnell in Frust umschlagen, gerade jetzt, im Sommerloch. Das beste Gegenmittel bei Ratlosigkeit sind gemeinsame Ziele, kurz ein Masterplan für die Zukunft des Vereins.
Im Job habe ich gelernt, solche Problemsituationen strukturiert anzugehen: Analyse des Ist-Situation, Definition des Soll-Zustandes, Ermittlung der Probleme, die den Soll-Zustand verhindern, Sammlung von Maßnahmen zur Behebung der Probleme und zur Erreichung des Soll-Zustandes, Erstellung eines Lastenheftes bzw. Zeitplans und fertig ist der Master-Plan.
Aber das hier ist nicht der Job, das ist Freizeit und Ehrenamt. Und die Bereitschaft bzw. die Möglichkeiten hier Zeit und Energie zu investieren sind entsprechend geringer. Bei mir, genau wie bei allen anderen. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir das hinkriegen. Schließlich wollen wir alle das selbe. Es dauert eben nur etwas länger.