Es ist Dienstagmorgen und so langsam fühle ich mich wieder fit. Das Schlimme am Älterwerden ist ja, dass der Kater oft erst mit einem Tag Verzögerung zuschlägt. So bin ich gestern auch durch den Tag geirrt.
Aber die Weihnachtsfeier im „5 Sterne Oslo“ war definitiv ein voller Erfolg. Eigentlich eine stinknormale Party wie viele andere. Andererseits die erste Brühler Weihnachtsfeier seit 6 Jahren. Das ist das Entscheidende.
Eine Weihnachtsfeier gehört zu einem Verein einfach dazu. Sie bringt Alt und Jung zusammen, Vergangenheit und Zukunft des Vereins. Mehr noch, sie hilft „die Seele“ oder Identität der Gemeinschaft zu stärken und zu bewahren. Denn die wäre uns fast verloren gegangen in den Jahren der Spielgemeinschaft. Jetzt ist sie wieder da. Und es tut gut das zu sehen.
War das jetzt etwas viel Pathos? Hey, schließlich ist bald Weihnachten. Und im Namen des Großen Alten Knochens ist Pathos erlaubt!
Mein persönliches Highlight des Abends war das andächtige Schweigen zu Beginn der Dia-Show. Ich hatte für die Weihnachtsfeier eine DVD mit allen bisher gesammelten Bildern aus der gesamten Brühler Vereinsgeschichte. Von der Gründungsversammlung im April 1988 bis zum letzten Verbandsligaspiel gegen den RC Bonn/Rhein-Sieg.
Ich glaube, einigen Jüngeren ist es da das erste Mal bewusst geworden, dass sie nicht nur ein Haufen Jungs sind, die zusammen Rugby spielen, sondern Teil einer Gemeinschaft mit einer mehr als 20-jährigen gemeinsamen Vergangenheit. Um beim Pathos zu bleiben: Der Gemeinschaft des Großen Alten Knochens.
Zusätzlich hat mir der Abend neuen Antrieb gegeben, meine geplante Online-Chronik des Brühler Rugbysports weiter zu vervollständigen. Der Grundstein ist ja bereits gelegt, aber bis 2013 ist noch eine Menge Arbeit zu erledigen. Nach Samstag bin zuversichtlich, dass mir der ein oder andere dabei helfen wird.