Ein Artikel des britischen Fitnesstrainers Dave Reddin bei BBC Sport aus dem Jahr 2005
Bei einem meiner letzten Streifzüge durchs Netz bin ich auf einen Artikel des britischen Rugby-Fitnesstrainers Dave Reddin bei BBC Sport gestoßen.
In dem Artikel aus dem Jahr 2005 beschreibt Reddin die körperliche Entwicklung von Rugby Union Spielern seit dem Beginn der Professionalisierung.
Vor der Professionalisierung lag das Durchschnittsgewicht der Hintermannschaft bei 80-85 kg. Heute (also 2005) sind es zwischen 95 und 100 kg, mit Spielern wie Ben Cohen (wing) oder Mike Tindall (centre), die knapp 110 kg auf die Waage bringen.
Gleichzeitig ist der Körperfettanteil von 12-15% auf um die 10% gesunken. Ein Großteil der Gewichtszunahme basiert also auf Muskelzuwachs.
Weil die Spieler schneller und stärker geworden sind, ist der Aufprall beim Tackle viel größer. Die unvermeidliche Folge: Mehr Kontaktverletzungen.
Ein Großteil dieser Verletzungen kann durch verbesserte Trainingsmethoden und Prävention kompensiert werden. Dennoch befürchtet Dave Reddin, dass in Zukunft mehr Spieler ihre Karriere verletzungsbedingt bereits Mitte 20 beenden werden, während Spieler wie Jason Leonard oder Dorian West, die noch mit Mitte 30 gute Spieler waren, immer seltener werden.
Quelle: http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/rugby_union/4395169.stm
Was ein Glück! Bis diese Entwicklung hier unten an den rheinländischen “grassroots” ankommt, spiele ich höchstens noch Rollstuhl-Rugby im Altersheim.